Anwendung
Referendariat
Zuweisung von Lehramtsanwärterinnen und -anwärtern zu Seminaren und Schulen, wenn viele Bedingungen gleichzeitig gelten.
Das Problem
Das Referendariat ist ein Einstiegsarbeitsmarkt: Jedes Jahr müssen viele Lehramtsanwärterinnen und -anwärter Seminaren und Ausbildungsschulen zugewiesen werden. Dabei gelten viele Bedingungen zugleich. Die Fächerkombination muss zum Bedarf der Schule passen, Seminare haben begrenzte Kapazitäten, und persönliche Umstände wie Wohnort oder Familie sollen berücksichtigt werden. Werden diese Bedingungen nacheinander abgearbeitet, entstehen leicht Zuweisungen, die sich durch einfachen Tausch verbessern ließen.
Das Verfahren
Für die Bedingungen in Baden-Württemberg lässt sich zeigen, dass ein Top-Trading-Cycles-Verfahren, das an diese mehrdimensionalen Bedingungen angepasst ist, stabile und Pareto-effiziente Zuweisungen garantiert. Niemand kann also besser gestellt werden, ohne dass jemand anderes schlechter gestellt wird, und berechtigte Ansprüche auf einen Platz werden nicht übergangen.
Kurz gesagt
- Alle Bedingungen werden gleichzeitig berücksichtigt statt nacheinander.
- Kein Tausch zwischen zwei Anwärtern könnte beide besser stellen.
- Die Ergebnisse sind nachvollziehbar und lassen sich gegenüber Betroffenen begründen.
Die Analyse beruht auf einem Vergleich der Vergabepraxis in Hessen und Baden-Württemberg.
Publikationen
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Kontakt
Fragen zur Zuweisung im Referendariat: [email protected]